ABC (Always Be Communicating)

Christine Sun Kim & Thomas Mader

15. MAI — 31. DEZ 26

Passage

Grafik im Pixel-Stil: zwei lächelnde Gesichter

ABC (Always Be Communicating), 2026 © Foto: Thomas Mader & Christine Sun Kim

Mit abstrakten Animationen zeichnet „ABC (Always Be Communicating)“ auf elf Monitoren die kulturelle Entwicklung der amerikanischen Gebärdensprache nach.

Vielen hörenden Menschen ist nicht bewusst, dass fast jedes Land über seine eigene Gebärdensprache verfügt. Diese hat sich aufgrund physischer Barrieren wie Bergen und Meeren, Bildungszentren für Gehörlose und Ausdrucksformen kleiner Gemeinschaften ebenso natürlich entwickelt wie ihr gesprochenes Gegenstück.

Als in den USA erstmals ein Bildungssystem für taube Menschen aufgebaut werden sollte, reisten Pädagog*innen nach Europa und baten um Richtlinien und Unterstützung. Frankreich, das zu dieser Zeit bereits über ein ausgezeichnetes Bildungssystem für Taube verfügte, stellte die gewünschten Informationen bereitwillig zur Verfügung.

In ihrem Buch „A Historical and Etymological Dictionary of American Sign Language” (2015) analysieren Shaw und Delaporte die etymologische Entwicklung der amerikanischen Gebärdensprache von einer Mischung aus französischer Gebärdensprache, den Gebärdensprachen der nordamerikanischen Ureinwohner und anderen europäischen Gebärdensprachen bis hin zu ihrer heutigen Form.

Für ihre Arbeit „ABC (Always Be Communicating)” wählen Kim und Mader für jeden Buchstaben des Alphabets ein Wort aus dem etymologischen Wörterbuch von Shaw und Delaporte aus und entwickeln aus diesem Material abstrakte Animationen, die die etymologische Entwicklung der Sprache darstellen.

Christine Sun Kim, geboren 1980, lebt und arbeitet in Berlin.
Thomas Mader, geboren 1984, lebt und arbeitet in Berlin.

Ein Projekt in Kooperation mit dem Gehörlosenverband München und Umland e. V. (GMU).

 

Eröffnung

Freitag, 15. Mai, 19 Uhr
Begrüßung durch Public Art München mit Christine Sun Kim und Thomas Mader.
Die Eröffnung findet in deutscher Lautsprache, englisch und deutscher Gebärdensprache (DGS) statt.
Zugang zur Passage: Stufenfrei / ebenerdig zugänglich. Rollstuhlgerecht. Barrierefreies WC in der Nähe.

Museum Signers

In Zusammenarbeit mit den Museum Signers bietet Public Art München ein Begleitprogramm ausschließlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS) an. Dieses richtet sich an Personen, die DGS als Erst- oder Fremdsprache sprechen. Eine Lautsprachbegleitung wird nicht angeboten.

Führungen
Freitag, 26. Juni, 20 Uhr mit Lutz Pepping für queere Personen
Mittwoch, 19. August, 15 Uhr mit Godehard Ricke für Senior*innen
September, tba mit Gül Sungul für taubblinde Personen
Samstag, 3. Oktober, tba mit Birgit Fehn
Samstag, 24. Oktober, tba mit Stefan Bauer

Workshops im Artothek Pavillon (Burgstraße 4, Innenhof)
Samstag, 30. Mai, 14 – 17 Uhr mit Sabrina Göb für Kinder
Mittwoch, 10. Juni, 14 – 19 Uhr mit Stephan Strasser für Erwachsene

Zwei pixelige Charakterköpfe im 8-Bit-Stil mit Rauten-Symbolen, schwarz-weiß auf grauem Grund.
ABC (Always Be Communicating), 2026 © Foto: Thomas Mader & Christine Sun Kim
Black pixel heart in 8-bit style with floating particles on grey background.
ABC (Always Be Communicating), 2026 © Foto: Thomas Mader & Christine Sun Kim